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Qualitätsmerkmale von Wildarten

Die wichtigsten Kirterien auf einen Blick

  • Nachvollziehbarkeit der Wildsaatgutherkunft
  • Große genetische Vielfalt innerhalb der Arten
  • Nachweisbarkeit von Vermehrungsflächen im Naturraum des gesammelten Materials (Produktionsraumebene)
  • Landwirtschaftliche Vermehrung bis maximal zur 5. Tochtergeneration
  • Artspezifische Lagerung des Saatguts zum Erhalt der Keimfähigkeit
  • Lückenlose Dokumentation der Mengenflüsse
  • Zertifizierung als Qualitätsgarantie

Nachvollziehbare Herkunft und genetische Vielfalt

Die Merkmale gebietsheimischer Wildblumen und Wildgräser unterscheiden sich in wesentlichen Qualitätskriterien von denen, die für Saatgut von Zuchtformen gelten. Bei Zuchtsaatgut wird Wert auf die genetische Gleichförmigkeit gelegt wie z.B. hohe Wuchsleistung bei guter Nährstoffversorgung für Futterwiesen. Für Ansaaten in der freien Landschaft sollen die Individuen einer Art dagegen große genetische Vielfalt aufweisen.

Zentrales Qualitätskriterium einer gebietsheimischen Art ist ihr nachvollziehbarer, regionaler Ursprung auf Grundlage von definiertem Ursprungsgebiet
(= Herkunftsregion) und zugeordnetem Produktionsraum. (Siehe Regionenkarte).
Beginnend mit der Sammlung an mehreren alten und biotoptypischen Naturstandorten wird der Weg des Saatguts über eine begrenzte Zahl von Tochtergenerationen (F5) im Feldanbau verfolgt. Die Erntemengen werden in Bezug auf die Anbaufläche der jeweiligen Art auf Plausibilität kontrolliert und der Mengenfluss des gereinigten Saatguts vom Lager bis hin zum Kunden dokumentiert.

Eine Zertifizierung des Wildsaatguts trägt entscheidend zur Qualitätssicherung dieser Abläufe bei, sofern sie einer unabhängigen externen Prüfung durch staatlich zugelassene Kontrollstellen unterliegt.

Weitere Informationen zum Anbau gebietsheimischer Arten finden Sie auf unter „Wildpflanzenanbau"